Brennerbasistunnel

Geschichte

Die Ursprungsidee für den Bau eines Tunnels unter dem Brenner hatte bereits 1847 der Ingenieur Giovanni Qualizza. Diese Idee wurde 1970 wieder zum Leben erweckt und es wurden Machbarkeitsstudien durchgeführt. 2004 wurde ein Vertrag zum Bau des BBT zwischen Österreich und Italien unterzeichnet. 2007 begann man in Italien, 2009 in Österreich mit den Bauarbeiten. Das gemeinsame Projekt von Italien und Österreich, unterstützt von der EU, soll als Verkehrsachse zwischen Nord und Süd dienen. Nach der Fertigstellung der Brennerautobahn in den 70er Jahren wurden 70 % der Gütertransporte über die Straße und 30 % auf der Bahn durchgeführt.

Die Reisezeit wird nach der Fertigstellung des BBT stark verkürzt, da die Personenzüge mit über 200 km/h verkehren und deshalb in 25 min (statt bisher 80 min) von Franzensfeste nach Innsbruck kommen. Aufgrund des geringen Höhenunterschiedes können mehrere längere und schwerere Güterzüge die Strecke passieren. Hinzu kommt das 2016 verabschiedete Immissionsschutzgesetz Luft (IG-L). Es erteilt sektorale Fahrverbote für Tirol, insbesondere für LKW und macht damit den Transport via Straße teurer.

 

Allgemeine Informationen

Der Brennerbasistunnel ist ein Eisenbahntunnel, welcher von Innsbruck bis nach Franzensfeste führt. Bei Fertigstellung des Baus werden die beiden Haupttunnel bei einem Durchmesser von acht Meter insgesamt 64 km lang sein und sind somit die längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt. Hinzu kommt ein ebenfalls 64 km langer Erkundungsstollen mit sechs Meter Durchmesser. Wenn man alle Tunnelkilometer zusammenzählt, kommt man auf eine Gesamtlänge von 230 km, wodurch er zum längsten Eisenbahntunnel der Welt wird.

Zusätzlich werden noch vier Tunnelzufahrten, drei Nothaltestellen und zudem im Abstand von 333 Metern Querschläge zwischen den beiden Tunneln errichtet, die im Notfall als Fluchtwege dienen. Gearbeitet wird mit Tunnelbohrmaschinen (70 %) und Sprengungen (30 %). Der BBT wird voraussichtlich 2025 fertiggestellt und nach einem Probejahr 2026 eröffnet.

Für weitere Informationen siehe BBT – Homepage