Wolf in Südtirol

 

Der letzte Wolf in Südtirol wurde 1896 in Villnöß getötet. Heutzutage wäre eine solche Tat strafbar, da der italienische Staat die Wölfe unter Schutz gestellt hat.

Unruhe trat bei der Bevölkerung auf, nachdem in Toblach und im Gadertal Bärenspuren gefunden wurden und Anfang 2017  zwei Exemplare fotografiert wurden. Experten vermuten, dass die Wölfe Südtirol nur durchwandern, weshalb ihre genaue Zahl schwer einschätzbar ist. Man kann aber mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen, dass die Wölfe, die in Südtirol gesichtet wurden, aus dem Trentino, Venetien oder Slowenien stammen.

In den letzten 150 Jahren konnte in Italien kein Angriff von Wölfen auf Menschen vermeldet werden. Die Schäden, die durch Wölfe entstanden sind, hielten sich in Grenzen. 2016 wurden 17 Schafe und eine Ziege gerissen. Der Schaden betrug etwa 3000€.

Um Schäden in Zukunft zu vermindern, gibt es mehrere Möglichkeiten: eine von diesen Möglichkeiten wäre die selektive Tötung der Tiere bis zum Erreichen einer jährlich festgelegten Zahl. Eine weitere Option wäre die Tiere am Leben zu lassen, aber Elektrozäune und nicht tödliche Präventionsmaßnahmen einzusetzen. Die mit Abstand einfachste Maßnahme wäre, nichts zu unternehmen und die Wölfe frei leben zu lassen.

Die Provinz Bozen hat angekündigt, dass sie eine Ermächtigung beantragen wolle, um gezielt Tiere einzufangen oder zu töten.

Anfang 2018 hat sich die Lage zugespitzt, immer mehr Nutztiere fielen Wolfsangriffen zum Opfer. Eines im Brandtal, seit mehreren Monaten heimisches, Achtköpfiges Wolfsrudel, riss in der Nacht von Sonntag auf Montag (21-22 Jänner 2018) zwei tibetanische Zwergziegen.

Durch diese Übergriffe fürchten sich immer mehr Menschen um ihre Sicherheit, bezüglich des Wolfes. Experten zufolge, ist der Menschen für den Wolf uninteressant, er sieht den Mensch ehr als Konkurrenten und nicht als Beute.

Argumente gegen den Wolf in Südtirol:

  • Schäden an Weidevieh
  • Konkurrenz für die Jäger
  • subjektiv empfundene Gefahr für die Sicherheit der Bevölkerung
  • Kontrollverlust über die Natur

Argumente für den Wolf in Südtirol wären:

  • der Wolf hält das Ökosystem gesund
  • alternative Tourismusformen werden gefördert
  • keine reelle Gefahr für den Menschen
  • Symbol für die wilde Natur

 

Autoren: Noah Weiser, Alex Piazola