„Barrieren in den Köpfen, Schranken in Europa? – Konkrete Formen der Grenzüberschreitung.“

 

Produkt des Projekts ist eine Smartphone-App, die eine Fahrradroute zwischen Holzkirchen in Oberbayern und Auer/Ora in Südtirol beschreibt. Entlang dieser Route werden mit Hilfe dieser App besondere Punkte beschrieben, an der konkrete Formen der Grenzüberschreitung erfahren oder besichtigt werden können. Dabei werden die verschiedensten Formen der Grenzüberschreitung, von Staatsgrenzüberschreitung und innovativer Logistik (z. B. Bau Brennerbasistunnel) über physische Grenzüberschreitung bei sportlichen Leistungen bis hin zu nachhaltiger Energiepolitik und künstlerischem Tabubruch angesprochen. Das Projektziel „Förderung der Grenzüberschreitung“ (im übertragenen, aber auch direkten Sinn) trifft daher den Kern des europäischen Gedankens. Da beide Projektpartnerschulen an einer grenzüberschreitenden Hauptverkehrsachse Europas liegen, bietet sich diese Route als Kernstück des Projekts an.

Am Projekt nehmen zwei allgemeinbildende berufliche Oberschulen teil. Die Projektteilnehmer sind SchülerInnen der Partnerschulen im Alter von 16  bis 20 Jahren, die den Erwerb der Hochschulreife anstreben. Die SchülerInnen wählen zu Beginn des Projektzeitraums Orte, an denen Grenzüberschreitung in verschiedenen Disziplinen stattfindet und recherchieren dazu während des Projektzeitraums. Im Rahmen  der Kurzaustauschzeiten der Schülergruppen haben die SchülerInnen beider Partnereinrichtungen gemeinsam die Orte besucht, ihre Relevanz und Eignung beurteilt, über ihre  Aufnahme in die App entscheiden und  die entsprechenden Inhalte formuliert. Die Feinarbeit erfolgte sowohl während der Treffen, als auch im Zuge der Vor- bzw. Nachbereitung.

Die gesamten Projektergebnisse sind hier auf einer Homepage dokumentiert. Die App „AlpinPlus“ wird unter anderem über diese Homepage publiziert und steht im GooglePlay Store zum Download verfügbar.

Langfristiger Nutzen des Projekts besteht in zweierlei Hinsicht. Einerseits wird der tatsächliche Grenzübertritt und dadurch auch länderübergreifende Austausch gefördert, da die Smartphone-App einen weiteren Anreiz bietet, eine (Rad-)Reise entlang der vorgestellten Route durchzuführen. Andererseits wird durch die thematische Arbeit an Grenzüberschreitung der gedankliche Horizont erweitert und die Selbst- und Sozialkompetenz gefördert. Dies ist eine Grundvoraussetzung um am gesellschaftlichen und politischen Leben und der Gestaltung  von Europa aktiv teilzunehmen. Mit Entwicklung der App wird gleichzeitig auch die Medienkompetenz der Teilnehmer gestärkt.